Medikamentöse Prophylaxe gegen kardiovaskuläre Ereignisse

Inflammation als therapeutischer Angriffspunkt bei Atherosklerose

Atherosklerose ist die Hauptursache kardiovaskulärer Erkrankungen, die weiterhin die häufigste Todesursache in Industrienationen darstellen. Eine chronische Entzündung der Gefäßwand verursacht und verstärkt die atherosklerotische Plaqueentwicklung, die durch antiinflammatorische Therapie ausgebremst werden kann. Daher ist nun zur optimalen Einstellung der kardiovaskulären Risikofaktoren und Senkung der Ereignisrate bei Menschen mit chronischem Koronarsyndrom eine zusätzliche Therapie mittels Colchicin seitens der European Society of Cardiology (ESC) empfohlen.

Im Rahmen der Atherosklerose kommt es zur Bildung von sog. atherosklerotischen Plaques in der subintimalen Gefäßwand. Im Koronarsystem können hieraus fluss-limitierende Koronarstenosen entstehen, die das Korrelat eines chronischen Koronarsyndroms mit belastungsabhängiger Angina pectoris darstellen. Atherosklerotische Plaques, insbesondere sog. vulnerable Plaques mit dünner fibröser Kappe, hohem Lipidanteil oder ausgeprägter Entzündung, können jedoch nicht nur gefäßverengend wirken, sondern zeigen auch eine vermehrte Tendenz, zu rupturieren und somit durch akute Thrombosierung des Koronargefäßes einen akuten Herzinfarkt zu verursachen. Insofern sind Pathogenese und Komposition atherosklerotischer Plaques mitentscheidend für das Risiko für klinische Ereignisse.

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