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Schizophrene Störung

Im Gespräch mit Primar Prof. Dr. Alex Hofer über die Zukunft der Schizophreniebehandlung

Univ.-Prof. Dr. Alex Hofer arbeitet bereits seit 30 Jahren mit Schizo-phreniepatient:innen. Ihn fasziniert, welche positive Einstellung zum Leben viele Patient:innen – trotz Stigma und all der Einschränkungen, die eine Schizophrenie mit sich bringt – an den Tag legen. JATROS Neurologie & Psychiatrie hat mit dem Primar von der Medizinischen Universität Innsbruck am Rande der ÖGPB-Tagung gesprochen.

Alex Hofer: Sehr gut behandeln können wir die Positivsymptome einer Schizophrenie wie Wahn und Halluzinationen. Verbesserungsbedarf besteht hinsichtlich der Behandlung von kognitiver und negativer Symptomatik. Die aktuelle Forschung fokussiert sich sehr auf diese beiden Symptomkomplexe. Wir wissen ja, dass diese Bereiche für das Outcome so relevant sind. Wenn man bedenkt, dass 90% der Betroffenen mindestens ein Negativssymptom haben und dass die kognitiven Symptome häufiger Bestandteil schizophrener Erkrankungen sind, dann ist klar, wieso lediglich wenige der Betroffenen am ersten Arbeitsmarkt überhaupt arbeitsfähig sind. Das spiegelt das Stigma wider und die Kosten für das gesamte Sozial- und Gesundheits-system. Insofern sind das die Bereiche, an denen die Forschung am meisten dran ist und bei denen man hofft, Verbesserungen für die Patient:innen zu erreichen.

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