Seltene und neue Allergene: eine Herausforderung für Diagnostik und Prävention
Autor:innen:
Dr. Christian Eisenhawer
Dr. Sabine Kespohl
Prof. Dr. Monika Raulf
Prof. Dr. Julia Krabbe
Dr. Vera van Kampen
Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA)
E-Mail: christian.eisenhawer@dguv.de
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Der Wandel von Arbeitsprozessen, Ernährungsgewohnheiten und Produktionstechnologien führt zunehmend zu einer Exposition gegenüber bislang untypischen beziehungsweise neuartigen Allergenen. Dadurch ergeben sich besondere Herausforderungen für die arbeitsmedizinische Diagnostik und Prävention. Eine Kasuistik aus dem Backgewerbe veranschaulicht die Problematik.
Keypoints
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Neue Ernährungs- und Produktionstrends führen zu Expositionen gegenüber bislang atypischen beruflichen Allergenen.
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Für seltene Berufsallergene fehlen in der Regel standardisierte Testallergene.
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Die Diagnostik seltener berufsbedingter Allergien stellt eine arbeitsmedizinische/gutachterliche Herausforderung dar.
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Individuell hergestellte Allergenextrakte können ein entscheidender Baustein in der Kausalitätsbeurteilung sein.
Hintergrund
Allergisch bedingte obstruktive Atemwegserkrankungen
Allergisch bedingte obstruktive Atemwegserkrankungen gehören zu den häufigsten anerkannten Berufskrankheiten in Deutschland. Typische Auslöser sind hochmolekulare Stoffe, in der Regel (Glyko-)Proteine, wie sie in Mehl- und Getreidestäuben, aber auch Nutz- und Labortierstäuben, Milben, Futtermittel- und Waschenzymen, Schimmelpilzen, Naturlatex und Holzstäuben vorkommen. Seltenere Auslöser sind niedermolekulare Stoffe, für die der immunologische Wirkmechanismus teilweise noch nicht vollständig geklärt ist. Dies sind Stoffe wie Isocyanate, Säureanhydride, Metalle und ihre Salze (z.B. Platinsalze), Ammoniumpersulfate sowie Wasch-, Bleich- und Fixiermittel im Friseurbereich, Desinfektionsmittel, Reinigungsmittel und Arzneistoffe. Aktuelle Studien sollen dazu beitragen, den immunologischen Wirkmechanismus auch von niedermolekularen Stoffen besser zu verstehen.1,2
Im deutschen Berufskrankheitenrecht wird zwischen den „durch allergisierende Stoffe verursachten obstruktiven Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie)“ (BK Nr. 4301; in Österreich: BK 30) mit etwa 1000 Anzeigen im Jahr (Anerkennungen und BK-Renten bewegen sich im niedrigen dreistelligen Bereich) und den „durch chemisch-irritativ oder toxisch bedingten obstruktiven Atemwegserkrankungen“ (BK Nr. 4302; in Österreich: BK 41) mit knapp 1500 Anzeigen im Jahr (Stand 2024) unterschieden. Beide Berufskrankheiten können mit ähnlichen klinischen Symptomen einhergehen und erfordern eine sorgfältige Arbeitsanamnese sowie eine qualitätsgesicherte arbeitsmedizinische/pneumologische und allergologische Diagnostik.
Herausforderungen der allergologischen Diagnostik
Besteht der Verdacht auf das Vorliegen eines Berufsasthmas (BK-Nr. 4301), sind zur Diagnosesicherung zunächst eine körperliche Untersuchung, eine Basis-Lungenfunktionsdiagnostik, ein unspezifischer Provokationstest und ggf. weitere nichtinvasive diagnostische Verfahren notwendig. Bei Verdacht auf eine Typ-I-Allergie ist ein Stufenschema in der Allergiediagnostik, bestehend aus Anamnese, Hauttest, In-vitro-Tests sowie spezifischer Provokationstestung, als Goldstandard etabliert.3 Eine große Bedeutung in der Allergiediagnostik hat der Haut-Pricktest, der ein schnelles, kostengünstiges und sensitives Verfahren zum Nachweis von Sensibilisierungen bzw. IgE-vermittelten beruflichen Allergien darstellt.
Ein wesentliches Problem ist jedoch die eingeschränkte Verfügbarkeit entsprechender Testallergene für berufsbedingte IgE-vermittelte Allergien. Um dem entgegenzusteuern, wurde in der Abteilung Allergologie/Immunologie unseres Institutes (IPA)ein Projekt mit dem Ziel einer nachhaltigen Verbesserung der Versorgungslage hinsichtlich standardisierter Testallergene etabliert.4 Gemeinsam mit den Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung erfolgten eine Bedarfsermittlung und Prioritätensetzung, wobei für die erste Projektphase 20 relevante Berufsallergene identifiziert wurden.5 Hierzu zählen Weizen- und Roggenmehl, Alpha-Amylase, Glucoamylase, Vorratsmilben, einige relevante Hölzer, Tierepithelien und Schimmelpilze sowie Phytase, Fisch und Shrimps. Erste Ergebnisse zur Herstellung von Haut-Pricktestlösungen für Berufsallergene in einer Apotheke wurden hinsichtlich regulatorischer/rechtlicher Aspekte sowie der Qualität verschiedener Herstellungsverfahren publiziert.6,7
Komplexe allergologische Diagnostik – Fallbeispiel einer Begutachtung
Anamnese
Zur Begutachtung zum Vorliegen einer BK-Nr. 4301 stellte sich im März 2024 im IPA ein 29-jähriger Bäcker vor, der seit 2011 im Backgewerbe tätig war, seit 2020 in einer Großbäckerei mit Schwerpunkt auf der Herstellung glutenfreier Brote. Der Versicherte war vor allem in der Teigherstellung tätig und seit April 2023 arbeitsunfähig wegen Beschwerden der Atemwege und der Haut. Ab 2022 entwickelte er progrediente, zunächst ausschließlich am Arbeitsplatz auftretende Luftnot. Die Beschwerden konnten anamnestisch gut auf spezifische Arbeitsprozesse eingegrenzt werden, leichte Beschwerden bestanden bei der Verwendung von Flohsamenschalen, ausgeprägte Atemwegsbeschwerden hingegen bei Verwendung von Kastanienerbsenschrot. Zunächst bestand Beschwerdefreiheit im Urlaub und im häuslichen Umfeld (bis auf eine saisonale Rhinokonjunktivitis), im Verlauf entwickelte sich eine ausgeprägte bronchiale Überempfindlichkeit auch im außerberuflichen Bereich.
Vermutetes Allergen
Eine Literaturrecherche zu „Kastanienerbse“ ergab keine eindeutigen Treffer, letztlich konnte aber ermittelt werden, dass es sich um eine geröstete gelbe Erbse, also um eine Hülsenfrucht (Fabaceae) handelt. Erbsen- bzw. Hülsenfrucht-assoziiertes Asthma bronchiale ist in der Literatur schon seit Langem beschrieben.8 Das im Backgewerbe verwendete Produkt „Kastanienerbse“ wird insbesondere als Sojaersatz im sogenannten Quellstück verwendet. Der Kastanienerbse wird ein hoher Proteingehalt von 20% nachgesagt sowie eine positive Auswirkung auf das Backgut, wie besonderer Biss, Frischhaltung und Toastaromen, weiterhin werden positive gesundheitliche Effekte postuliert.
Basisdiagnostik
Die im Rahmen der Begutachtung durchgeführte körperliche Untersuchung sowie die allgemeinen Blutwerte waren unauffällig. In der Basis-Lungenfunktionsdiagnostik war eine manifeste Atemwegsobstruktion nicht nachweisbar. Dagegen zeigte sich im unspezifischen inhalativen Provokationstest mit Methacholin eine signifikante obstruktive Reaktion i.S. einer mittelgradigen bronchialen Hyperreagibilität. Das fraktionierte exhalierte Stickstoffmonoxid (FeNO) lag mit 16ppb in einem unauffälligen Bereich, das Gesamt-IgE war auf 778kU/L deutlich erhöht. Im Haut-Pricktest zeigte sich eine Sensibilisierung gegen Hausstaubmilbe, Baumpollenmix (frühblühend) sowie Wiesenlieschgras.
Spezielle allergologische Diagnostik
Da für die verdächtigten Arbeitsstoffe – insbesondere Kastanienerbse – keine standardisierten Testallergene zur Verfügung stehen, wurden aus den Arbeitsplatzproben (Kastanienerbsenschrot, Flohsamenpulver, Eiweißpulver, Weizenschrot, Sojaschrot und Roggenschrot) individuelle Extrakte hergestellt (Abb. 1). Dazu erfolgten in der Abteilung Allergologie/Immunologie am IPA eine wässrige und ethanolische Extraktion nach standardisierten Protokollen, eine Qualitätsanalyse der Materialextrakte quantitativ mittels Bradford-Assay, qualitativ mittels SDS-Silber-PAGE und Kopplung der extrahierten Antigene an Streptavidin-ImmunoCAP für die serologische IgE-Bestimmung sowie die Herstellung steriler Allergentestlösungen für die Haut-Pricktestung bzw. organbezogene Provokationstestung.7
Abb. 1: Proben vom Arbeitsplatz des Beschäftigten, die zur Herstellung von Allergenextrakten für die Haut-Pricktestung und serologische IgE-Bestimmung und im Falle von Kastanienerbsenschrot auch für den inhalativen Provokationstest verwendet wurden
Im Haut-Pricktest mit Berufsallergenen zeigte sich eine deutlich signifikante Reaktion gegen Kastanienerbse bei geringen unspezifischen Reaktionen gegen die weiteren Berufsstoffe (Abb. 2). Dieser Befund bestätigte sich auch serologisch mit Nachweis einer CAP-Klasse 2 (2,73kU/L) gegen Kastanienerbse ohne weiteren Sensibilisierungsnachweis gegen Mehle oder Enzyme. Der Inhalationsscreen auf häufige Umweltallergene (sx1) war, wie nach der Haut-Pricktestung zu erwarten, positiv.
Spezifischer inhalativer Provokationstest mit Kastanienerbsen-Extrakt
Aufgrund der Befundlage erfolgte zur sicheren Kausalitätsbeurteilung ein inhalativer Provokationstest mit dem wässrigen Kastanienerbsenextrakt leitliniengerecht unter Anwendung eines Drei-Tage-Protokolls.9 Als Positivkriterien gelten ein Abfall der Einsekundenkapazität (FEV1) um mindestens 20% der Basismessung oder eine Verdopplung des spezifischen Atemwegswiderstandes auf einen Wert von mindestens 2kPa*s. Als deutliche Hinweise auf eine eosinophile Entzündung werden ein Anstieg des FeNO um 13ppb, eine gesteigerte bronchiale Hyperreagibilität und eine Erhöhung der eosinophilen Granulozyten um 3% im Sputum 24 Stunden nach der Provokation angesehen.10,11
Bodyplethysmografisch konnte in der achten Provokationsstufe (475μg kumuliert) ein signifikanter Anstieg des spezifischen Atemwegswiderstandes von 0,59 auf 2,1kPa*s registriert werden (Abb.3a). Auch spirometrisch zeigte sich ebenfalls in der achten Provokationsstufe eine signifikante Abnahme der FEV1 von 4,56 auf 2,74L (Abb. 3b). Der inhalative Provokationstest mit Kastanienerbsenextrakt war somit als positiv zu bewerten. 24 Stunden nach Provokation konnte als zusätzliches Indiz einer spezifischen immunologischen Reaktion ein signifikanter Anstieg der eosinophilen Granulozyten im induzierten Sputum von 23% auf 36% dokumentiert werden. Ein signifikanter FeNO-Anstieg oder eine gesteigerte bronchiale Hyperreagibilität lagen nicht vor.
Abb. 3a und b: Zeitlicher Verlauf des inhalativen Provokationstests mit wässrigem Kastanienerbsenschrot-Extrakt vom Arbeitsplatz des Versicherten. Nach der Basismessung mit NaCl begann die Allergeninhalation mit einer Dosis von 0,013μg (Stufe 1) und wurde nach Stufe 8 (kumulierte Dosis: 475μg) wegen Erreichens beider Positivkriterien und Beschwerden des Patienten beendet. Der spezifische Atemwegswiderstand (sRt) nahm um den Faktor 3,5 zu (a), der Abfall der forcierten Einsekundenkapazität (FEV1) betrug 40% (b). Der Test wurde als positiv beurteilt
In der abschließenden gutachterlichen Bewertung erfolgte die Empfehlung zur Anerkennung der BK Nr. 4301 bei eindeutiger Sensibilisierung gegen Berufsallergene und positivem inhalativem Provokationstest mit Kastanienerbsenextrakt. Als Berufskrankheitenfolge konnte eine obstruktive Atemwegserkrankung i.S. einer bronchialen Hyperreagibilität objektiviert werden. Die BK-bedingte MdE (Minderung der Erwerbsfähigkeit) wurde bei symptomatischer bronchialer Hyperreagibilität gemäß der „Reichenhaller Empfehlung“ mit 20% bewertet.12
Diskussion
In der Literatur finden sich zunehmend Hinweise auf berufsbezogene Sensibilisierungen in der Nahrungsmittelherstellung, die auch durch einen Trend zur Ernährungsveränderung zu erklären sind. Berufsbezogene Allergien im Backgewerbe, auch Asthma bronchiale aufgrund seltener oder neuer Allergene, sind u.a. beschrieben nach Exposition gegenüber Lupinen, Flohsamenschalen, Quinoa und Buchweizen.13–15 Auch der hier beschriebene Fall konnte international publiziert werden.16
Weitere neue Allergene in der Futter- und Lebensmittelherstellung sind die Folge u.a. neuartiger nachhaltiger Herstellungsprozesse, z.B. durch den Einsatz von Phytase in Schweine- und Hühnerfutter mit dem Ziel einer besseren Freisetzung von Energieträgern wie Phosphor.17 Ein anderes Beispiel ist die Verwendung von Transglutaminase in Formschinken und Fleischnuggets für bessere Festigkeit und Wasserbindung.18 Auch die zunehmende Produktion von Fleischersatzprodukten und die Verarbeitung essbarer Insekten bilden neue berufliche Risiken, da diese sowohl beim Verzehr als auch im Rahmen des Herstellungsprozesses allergische Erkrankungen verursachen können. So wurde erst kürzlich erstmals im Kontext der Lebensmittelforschung ein Fall einer beruflich erworbenen IgE-vermittelten Allergie gegen Tenebrio molitor nach inhalativer Exposition gegenüber Mehlwürmern beschrieben.19 Dabei stehen Produktionsprozesse und dadurch bedingte veränderte Allergenexpositionen am Arbeitsplatz nicht selten im Kontext von Klimawandel, Nachhaltigkeit und Klimaschutz.20
Speziell im Backgewerbe werden zunehmend neuartige Produkte auf den Markt gebracht, die mit besserer Verträglichkeit und positiven gesundheitlichen Eigenschaften beworben werden und immer öfter in den Verkaufsregalen zu finden sind. Schlagworte wie „veganes Superfood-Brot“, „life-changing bread“, „Insektenbrot“, „glutenfrei, laktosefrei, vegan, natural“, „High-Protein-Eiweißbrot“ sind der Ausdruck einer Entwicklung, die uns zukünftig vor große Herausforderungen in der Diagnostik und Prävention beruflich bedingter Atemwegserkrankungen stellen wird.
Literatur:
1 Suojalehto H et al.: Phenotyping occupational asthma caused by acrylates in a multicenter cohort study. J Allergy Clin Immunol Pract 2020; 8(3): 971-9.e1 2 van Kampen V et al.: Phenotyping occupational asthma caused by platinum salts compared to other low-molecular-weight agents. J Allergy Clin Immunol Pract 2023; 11(9): 2929-32.e2 3 Zieglmayer P: Allergologische Diagnostik 2021. Akt Dermatol 2021; 47(5): 216-30 4 Marschall V: Einschränkungen in der Diagnostik gefährden die Versorgung von allergischen Personen. Forschungsprojekt will Allergentestungen für beruflich bedingte allergische Erkrankungen optimieren. IPA-Journal 2020; 1: 37-9; https://www.dguv.de/medien/ipa/publikationen/ipa-journale/ipa-journale2020/ipa-journal2001/ipa_journal_2001_praxis.pdf ; zuletzt aufgerufen am 29.5.2026 5 Raulf M, Kespohl S: Diagnostics of IgE-mediated occupational allergies: Between reality, requirements, and opportunities. Allergol Select 2024; 8: 220-7 6 Jost R et al.: Possible manufacture of test allergens in public pharmacies for the diagnosis of type I allergies: Legal aspects. Allergol Select 2024; 8: 251-64 7 Kespohl S et al.: Procedure for a standardized preparation of skin prick test solutions for the diagnosis of occupational type I allergies in the absence of commercial extracts. Allergol Select 2024; 8: 238-50 8 Martin JA et al.: Bronchial asthma induced by chick pea and lentil. Allergy 1992; 47(2 Pt 2): 185-7 9 Preisser AM et al.: S2k-Leitlinie Arbeitsplatzbezogener Inhalationstest (AIT) – Specific Inhalation Challenge (SIC). Allergol Select 2021; 5: 315-34 10 Doyen V et al.: European network for the PHenotyping of OCcupational ASthma (E-PHOCAS). Exhaled nitric oxide and sputum eosinophils are complementary tools for diagnosing occupational asthma. Allergy 2025; 80(4): 1015-24 11 Engel J et al.: Non-invasive tools beyond lung function before and after specific inhalation challenges for diagnosing occupational asthma. Int Arch Occup Environ Health 2019; 92(7): 1067-76 12 Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung. Empfehlung für die Begutachtung der Berufskrankheiten der Nummern 1315 (ohne Alveolitis), 4301 und 4302 der Anlage 1 zur Berufskrankheiten-Verordnung (BKV) Reichenhaller Empfehlung 2024. https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/1946 ; zuletzt aufgerufen am 29.5.2026 13 Jungewelter S et al.: Occupational IgE-mediated psyllium allergy in contemporary gluten-free and vegan baking: A case of allergic rhinitis. Am J Ind Med 2021; 64(5): 431-4 14 Guarnieri G et al.: Occupational asthma induced by exposure to quinoa. J Investig Allergol Clin Immunol 2019; 29(6): 451-2 15 Pilz JF et al.: Occupational buckwheat allergy in a health food store employee: From inhalative exposure to anaphylaxis. Allergol Select 2025; 9: 47-9 16 Kespohl S et al.: Legumes in bread baking: A hidden risk for an IgE-mediated inhalant allergy. Allergol Select 2025; 9: 58-65 17 Kuske M et al.: Occupational allergy to phytase: case series of eight production workers exposed to animal feed additives. J Dtsch Dermatol Ges 2020; 18(8): 859-65 18 Sander I et al.: Unusual allergen in a butcher with respiratory symptoms. Allergol Select 2020; 4: 105-9 19 Weißenborn L et al.: Airborne exposure-induced occupational type I allergy to Tenebrio molitor: Case report and studies on immunological reactivity. Allergol Select 2025; 9: 66-74 20 Raulf M: Klimawandel und Typ-I-Allergien im Beruf. Dermatologie 2024; 75: 112-7
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