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45. Workshop Lunge – Umwelt – Arbeitsmedizin

Seltene und neue Allergene: eine Herausforderung für Diagnostik und Prävention

Der Wandel von Arbeitsprozessen, Ernährungsgewohnheiten und Produktionstechnologien führt zunehmend zu einer Exposition gegenüber bislang untypischen beziehungsweise neuartigen Allergenen. Dadurch ergeben sich besondere Herausforderungen für die arbeitsmedizinische Diagnostik und Prävention. Eine Kasuistik aus dem Backgewerbe veranschaulicht die Problematik.

Allergisch bedingte obstruktive Atemwegserkrankungen gehören zu den häufigsten anerkannten Berufskrankheiten in Deutschland. Typische Auslöser sind hochmolekulare Stoffe, in der Regel (Glyko-)Proteine, wie sie in Mehl- und Getreidestäuben, aber auch Nutz- und Labortierstäuben, Milben, Futtermittel- und Waschenzymen, Schimmelpilzen, Naturlatex und Holzstäuben vorkommen. Seltenere Auslöser sind niedermolekulare Stoffe, für die der immunologische Wirkmechanismus teilweise noch nicht vollständig geklärt ist. Dies sind Stoffe wie Isocyanate, Säureanhydride, Metalle und ihre Salze (z.B. Platinsalze), Ammoniumpersulfate sowie Wasch-, Bleich- und Fixiermittel im Friseurbereich, Desinfektionsmittel, Reinigungsmittel und Arzneistoffe. Aktuelle Studien sollen dazu beitragen, den immunologischen Wirkmechanismus auch von niedermolekularen Stoffen besser zu verstehen.1,2

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