Mehr als 800 Verbrennungsopfer in Spitälern
Einer neuen Analyse zufolge mussten im Jahr 2024 844 Menschen wegen Verbrennungen ins Spital, einige davon mehrmals. Ein Fünftel davon waren Kleinkinder.
Neuenburg. 172 Kinder im Alter bis zu vier Jahren mussten im Jahr 2024 wegen Verbrennungen in einem Spital behandelt werden. Damit macht ihr Anteil an allen Verbrennungsopfern, die zu Spitalspatienten wurden, 20 Prozent oder ein Fünftel aus. Insgesamt wurden 844 Menschen wegen Verbrennungen in den Spitälern behandelt, einige davon mehrmals, sodass die Spitäler 1056 Fälle mit einer Verbrennung verzeichneten. 550 oder 65 Prozent der Verletzten waren Männer im Durchschnittsalter von 35 Jahren, 294 oder 35 Prozent Frauen im Durchschnittsalter von 34 Jahren.
Die Zahlen stammen aus einer neuen Analyse des Bundesamtes für Statistik mit Sitz in Neuenburg. Dafür wurden auch noch weitere Daten erhoben. Wie etwa die Körperteile, die von den Verbrennungen betroffen waren. Bei den Kleinkindern war mit 30 Prozent am häufigsten der Rumpf betroffen, bei den Älteren mit 21 Prozent am häufigsten die Hüfte oder das Bein, gefolgt vom Rumpf mit 20 Prozent, Kopf und Hals sowie Handgelenk und Hand mit jeweils 14 Prozent. 22 Prozent der Verbrennungen waren Verbrennungen dritten Grades, 64 Prozent zweiten Grades. Bei den übrigen handelte es sich um Verbrennungen ersten Grades oder um unbestimmbare, bei denen etwa die Atemwege betroffen waren. Personen mit schweren Verbrennungen wurden durchschnittlich 24-mal behandelt, bei 287 Patienten mussten Hauttransplantationen durchgeführt werden.
Auch die Kosten der Hospitalisierung der Menschen mit Verbrennungen wurden erhoben. Diese umfassen neben jenen für den Spitalsaufenthalt auch jene für Transporte und gegebenenfalls Rehabilitationsmassnahmen. Sie belaufen sich im Durchschnitt auf 38.619 Franken. Die meisten Verbrennungsopfer wurden übrigens im Mai, Juli und August im Spital behandelt, zu den Tagen mit den meisten Verbrennungsfällen zählte der 25. Dezember. (sst)
Quelle: Bundesamt für Statistik
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