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Eine mögliche Nebenwirkung bei der Therapie mit Glukokortikoiden

Aktuelle Empfehlungen zur Glukokortikoidinduzierten Nebenniereninsuffizienz

Prof. Dr. Felix Beuschlein, Direktor der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Klinische Ernährung am Universitätsspital Zürich, erläuterte bei der Jahrestagung der Schweizerischen Gesellschaft für Endokrinologie und Diabetologie (SGED) die Auswirkungen von Glukokortikoiden auf die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse) und ging auf Empfehlungen der aktuellen Leitlinie1 ein, unter anderem Testverfahren und die Behandlung im Notfall.

Die Glukokortikoidexposition ist ein multidimensionaler Risikofaktor, sagte Beuschlein. Darin fließen Dosierungshäufigkeit, Verabreichungsart, Therapiedauer, Wirkstärke der Glukokortikoide und die individuelle Empfindlichkeit des Patienten ein. Daher existieren keine festen Grenzwerte, sondern Bereiche, ab denen das Risiko für eine Nebenniereninsuffizienz (NNI) ansteigt. So steigert eine Glukokortikoidtherapie über drei bis vier Wochen oder länger das Risiko für eine NNI, ebenso jede Dosis, die höher ist als ein Hydrocortisonäquivalent von 15–25mg/d (4–6mg Prednison, 3–5mg Methylprednison, 0,25–0,5mg Dexamethason).

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